Sonntag, 4. März 2012

Rezension: Ruf der verlorenen Seelen


Autor: Kimberly Derting
Verlag: Coppenrath
Genre: Jugendbuch
Sprache: Deutsch
Seiten: 352
Bewertung: 5 von 5 Sternen

Klappentext: Als Violet die Leiche eines ermordeten Jungen entdeckt, zieht sie unweigerlich die Aufmerksamkeit des FBI auf sich. Nur widerstrebend bietet sie ihre Unterstützung bei den Ermittlungen an. Sie weiß, dass sie mit äußerster Vorsicht vorgehen muss, um ihre Gabe, die Aura der Toten wahrzunehmen, geheim zu halten. Doch schon bald geht es um sehr viel mehr: Ihre Beziehung zu Jay ist in Gefahr ... und ihr Leben.

Inhalt: Violets Gabe lässt ihr keine Ruhe. Bei einem Ausflug entdeckt sie die Leiche eines entführten Jungen. Sie hinterlässt einen anonymen Anruf, wird aber vom FBI aufgespürt. Von da an befindet sie sich in einer brenzligen Situation. Es wäre schön, wenn sie ihre Gabe für etwas Gutes einsetzen könnte, doch sie will auch nicht als Experiment des FBI’s enden. Wer weiß, was alles mit ihr geschieht, wenn sie sich offenbart...
Doch das ist nicht das einzige Problem. Violet wird von jemandem bedroht. Eine tote Katze wird neben ihr Auto gelegt, sie erhält Drohbriefe und seltsame Anrufe. Wer steckt dahinter? Violet hat mit der Zeit so eine Idee, um wen es sich handelt. Doch als sie Jay davon erzählt, lässt gerade er sie im Stich. Können die beiden wieder zueinander finden? Und liegt Violet vielleicht doch falsch mit ihrer Vermutung? Die Lage spitzt sich immer weiter zu und ein eigentlich spaßiger Wochenendtrip mit Freunden, wird zu einer gefährlichen Falle.

Meine Meinung: Bei dem Buch handelt es sich um den zweiten Teil der Bodyfinder Reihe. Ich finde es etwas schade, dass man nicht gleich auf den ersten Blick erkennen kann, dass "Ruf der verlorenen Seelen" zu dieser Reihe gehört. Die Covergestaltung ist ganz anders als bei Teil 1 und der Titel lässt auch keine Rückschlüsse auf die Buchreihe zu.
Da ich von Teil 1 begeistert war, war ich schon sehr gespannt auf den zweiten Teil und meine positiven Erwartungen wurden auch erfüllt. Die Handlung ist sehr spannend und teilweise richtig unheimlich. Ich habe alles um mich herum vergessen, als ich das Buch gelesen habe und hätte fast meine Haltestelle verpasst :) Den Stil der Autorin mag ich sehr gerne. Sie schreibt  kurzweilig und flüssig, so dass sich das Buch zügig lesen lässt. Auch in diesem Band wird der Großteil der Handlung aus Violets Sicht erzählt. Damit ist man als Leser immer mitten drin und erfährt viel über Violets Gabe und wie sie diese wahrnimmt. Zwischendurch sind immer wieder kurze Kapitel aus der Sicht der Person, die Violet bedroht, eingestreut. Das gefällt mir gut, da man so als Leser immer etwas mehr weiß als Viloet und richtig Angst um sie bekommt.
Natürlich wird auch die Liebesgeschichte zwischen Violet und Jay weitererzählt und mir gefällt es gut, wie die Autorin damit umgeht. Diese Lovestory kommt für mich sehr realistisch rüber. Man merkt eine Weiterentwicklung seit dem letzten Band. Die beiden sind nun schon in einer neuen Phase ihrer Beziehung angekommen, was einerseits bedeutet, dass sie sich noch näher sind als früher, andererseits kommt es aber auch zu Problemen, die sie früher nicht kannten. Es ist schön, dass diese Beziehung nicht als perfekt dargestellt wird, sondern dass man sehr wohl sieht, dass es manchmal gar nicht so leicht ist, zusammen zu bleiben.
Das einzige, was mich an der Handlung stört, ist teilweise Violets Verhalten. Sie begibt sich immer wieder in Gefahr und man würde ihr am liebsten zurufen, dass sie doch bitte etwas vernünftiger sein soll. Wenn das nur einmal vorkommen würde, wäre es ja noch in Ordnung, aber es kommt leider häufiger vor und das nervt dann schon etwas.
Toll finde ich, dass im zweiten Teil der Reihe ein neuer Aspekt hinzukommt in Form von Sara Priest, die ein Auge auf Violets Fähigkeiten geworfen hat und nun unbedingt wissen will, was es damit auf sich hat. So kommt noch mehr Spannung in die Geschichte. Man kann gut nachvollziehen, dass Violet Angst davor hat, einer Fremden, die angeblich sogar fürs FBI arbeitet, etwas über ihre Gabe zu erzählen. Ich denke, dass dieser Teil der Handlung im dritten Band sicherlich noch sehr wichtig werden wird.
Was ich auch noch positiv anmerken möchte ist, wie Violet mit ihren Beziehungsproblemen umgeht. Sie ist zwar am Boden zerstört, aber sie weiß, dass sie keinen Mann braucht, um klar zu kommen. Sehr toll finde ich, dass sie nicht, wie die meisten weiblichen Heldinnen, nichts mehr isst, sondern sich sagt, dass niemand damit geholfen ist, wenn sie hungert. Das finde ich sehr vorbildlich von der Autorin.

"Ruf der verlorenen Seelen" ist eine starke Fortsetzung und allen zu empfehlen, die auch schon "Bodyfinder – das Echo der Toten" toll fanden. Man bekommt eine spannende Story und eine realistische Liebesgeschichte geboten. Gewürzt wird das Ganze noch mit teilweise unheimlichen und teilweise lustigen Passagen. Diese Buchreihe hat mich echt überzeugt!

Vielen Dank an den Coppenrath Verlag für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!

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